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ENERGETIKhaus100®, Das Ganzjahressolarhaus

ENERGETIKhaus100®, Dreseden

Technische Daten

Kollektorfläche 70 m²
Speichervolumen 28.7 m³
Heizleistungsbedarf 5 kW
Solarer Deckungsgrad praktisch 100%


Saisonspeicher mit Höhe 7.4 Meter, Durchmesser 2.3 Meter, Inhalt 28'710 Liter

Medienmitteilung vom 23. Februar 2007
Mit Emmentaler Technologie zum Deutschen Solarpreis

In Deutschland herrscht ein Solarboom. Überall entstehen zurzeit Häuser mit Sonnenenergieanlagen. Das Spektrum reicht von der Kleinanlage für die Warmwasseraufbereitung bis zum voll solar beheizten Haus.

Mittlerweile wurden alleine in Deutschland über zweihundert Sonnenhäuser gebaut, welche 80–100% ihres Wärmebedarfs mit der Solaranlage decken. Als Marktführer konnte Jenni Energietechnik AG die Mehrheit dieser Häuser mit Solarspeichern ausstatten. Diese fassen bis zu 40'000 l Wasser und speichern die von den Sonnenkollektoren gewonnene Wärme bis in den tiefen Winter hinein. Die Bewohner kommen ohne Öl, Gas oder Wärmepumpe aus. Sofern notwendig wird die fehlende Energie einzig noch mit einem Holzkaminofen erzeugt.

Dies ist auch beim Energetikhaus100 in Dresden der Fall. Dort ist ebenfalls ein Solarspeicher aus dem Emmental im Einsatz. Das Energetikhaus100 wurde kürzlich mit dem Deutschen Solarpreis ausgezeichnet. Der Fernsehsender ZDF schlägt das Energetikhaus100 gar für den Deutschen Umweltpreis 2007 vor. Dies bestätigt, dass die Idee des Ganzjahressolarhauses auf reges Interesse trifft. Mit einem Verkaufspreis von umgerechnet rund 350'000 Franken ist dieses Solar-Einfamilienhaus auch bezahlbar.

Josef Jenni ist begeistert und sagt: «Solarenergie wird im unsicheren Energieumfeld immer beliebter und stellt damit eine Alternative zu neuen Atomkraftwerken dar.» Ende März liefert Jenni für ein ausschliesslich solar beheiztes Dreifamilienhaus in Deutschland einen Speicher mit 100'000 l Inhalt, den grössten je von Jenni exportierten Solarspeicher.

Solarthemen, Ausgabe 202 vom 24. Februar 2005
«Drei sächsische Unternehmen wollen einen Massivhaustyp in Serie bauen, der zu 95% von der Sonne mit Wärme versorgt wird. Der Bauträger FASA AG, die Ziegelwerke Freital und die Soli fer Solardach GmbH aus Freiberg, die für das Energiekonzept verantwortlich zeichnet, verstehen ihr ‹Energetikhaus 100› als Alternative zu typischen ‹Passivhäusern›, die ihre Restwärme über eine kontrollierte Zu- und Abluftanlage von einer strombetriebenen Wärmepumpe zugeführt bekommen. Stattdessen verfügt das Haus über eine im steilen Winkel geneigte Solarfassade. Deren Ernte wandert in einen 28 Kubikmeter großen Langzeitspeicher von Jenni, um den das massive Ziegelbaus herum konstruiert wird. Im Gegensatz zu den meisten Häusern mit hohen solaren Deckungsgraden, die als Holzrahmenhaus entstehen, setzen die Sachsen auf eine massive Ziegelbauweise. Deren Vorteile sieht Soli fer Chef Timo Leukefeld vor allem im trägeren Temperaturverhalten und im guten Feuchtepuffer. Dadurch komme das Haus ohne eine Lüftungsanlage aus. Die restlichen fünf 5% liefert ein Stückholzofen. Leukefeld erläutert: ‹Auf 100% Sonne zu gehen, wäre unverhältnismäßig teuer geworden.›»